Volksbank Oberberg eG Stabilität, die trägt. Zukunft, die entsteht. Verlässlich. Vorausschauend. Verbunden. JAHRESBERICHT 2025
personelle Entscheidungen an der Spitze unseres Hauses ebenso wie die weitere Förderung des eigenen Nachwuchses, Investitionen in Weiterbildung und die bewusste Entwicklung unserer Standorte. Vieles von dem, was unsere Bank heute ausmacht, ist über Jahrzehnte gewachsen. Gerade deshalb gilt es, Bewährtes zu bewahren und zugleich offen für Neues zu bleiben. Dieser Gedanke hat für mich in diesem Jahr auch eine persönliche Dimension. Mit dem 30. Juni 2026 endet meine Zeit als Vorstandsvorsitzender der Volksbank Oberberg. Dieser Jahresbericht ist damit der letzte, den ich in dieser Funktion einleiten darf. Ich tue das mit großer Dankbarkeit und in bester Erinnerung an die zurückliegende Zeit. Die Nachfolge im Vorstand ist geregelt, und ich bin sicher, dass die Volksbank Oberberg ihren erfolgreichen Weg mit einer engagierten Mannschaft und klarer regionaler Verankerung fortsetzen wird. Der vorliegende Jahresbericht gibt einen Einblick in die Entwicklung unseres Hauses im Geschäftsjahr 2025. Er zeigt, was uns wirtschaftlich bewegt hat, welche Themen uns beschäftigt haben und wie wir unsere Verantwortung in der Region wahrnehmen. Ich wünsche Ihnen bei der Lektüre ein interessiertes Lesevergnügen und verbleibe mit herzlichen Grüßen Ihr Ingo Stockhausen 2025 war erneut ein Jahr, das von wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Unsicherheiten geprägt war. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland blieb verhalten, geopolitische Spannungen wirkten fort und auch für viele Unternehmen in unserer Region blieben die Rahmenbedingungen anspruchsvoll. Als genossenschaftliche Regionalbank haben wir uns auch im Berichtsjahr auf das konzentriert, was unser Haus seit vielen Jahren trägt. Die Nähe zu den Menschen in der Region, eine konsequent dezentrale Ausrichtung, persönliche Erreichbarkeit sowie das Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden bilden das Fundament unseres Handelns. Zugleich war 2025 ein Jahr, in dem wir wichtige Weichen für die Zukunft gestellt haben. Dazu gehören Editorial Jahresbericht 2025 „Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir eigentlich leben.“ (Theodor Fontane, deutscher Schriftsteller) Ingo Stockhausen Vorstandsvorsitzender ľ 2
Sehr geehrte Geschäftsfreunde, Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 2025 das Jahr 2025 stand erneut unter anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen sowie innen- und außenpolitischen Rahmenbedingungen. Wir konnten dennoch unsere Marktposition weiter ausbauen, die Ertragslage auf gutem Niveau halten, die Eigenkapitalbasis und die innere Substanz der Bank nochmals stärken und zugleich wichtige personelle Weichenstellungen für die Zukunft vornehmen. Gerade in Phasen anhaltender Unsicherheit zeigte sich die Tragfähigkeit eines Geschäftsmodells, das auf Dezentralität und Kundennähe sowie auf Kontinuität, Vertrauen und Verlässlichkeit setzt. Vorsichtige konjunkturelle Stabilisierung bei anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen Wirtschaftlich betrachtet war 2025 kein Jahr des wirklichen Aufschwungs. Nach zwei Rezessionsjahren stellte sich in Deutschland zwar erstmals wieder ein leicht positives Wachstum ein, wobei das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um lediglich 0,2 Prozent stieg und sich die Wirtschaftsleistung damit nur etwa auf dem Niveau des Jahres 2019 bewegte. Im Vorjahr war die Wirtschaftsleistung noch um 0,5 Prozent zurückgegangen. Die Rahmenbedingungen unseres Wirtschaftens blieben schwierig. Die geopolitische Lage verschärfte sich eher, als dass sie sich entspannte. Innenpolitische und gesellschaftliche Spannungen, Protektionismus, Handelsbeschränkungen und Zölle belasteten den globalen Handel. Zugleich blieb der schon häufig angekündigte und für die künftige Entwicklung essenzielle Bürokratieabbau weiterhin aus. Positive Wachstumsimpulse kamen vor allem aus der Binnennachfrage. Private Haushalte konsumierten wieder stärker, auch weil Löhne stiegen und sich zugleich mehr Preisstabilität einstellte. Die Inflationsrate konsolidierte sich im Jahresdurchschnitt auf einem moderaten Niveau von 2,2 Prozent. Während insbesondere Dienstleistungen weiterhin überdurchschnittliche Preissteigerungen verzeichneten, wirkten rückläufige Energiepreise dämpfend. An den grundlegenden strukturellen Herausforderungen der deutschen Wirtschaft änderte dies jedoch nichts. Die Exporte, insbesondere in die USA, gingen erneut zurück. Zudem belastete ein stärkerer Euro den internationalen Wettbewerb. Unternehmen hielten sich in diesem Umfeld mit Investitionen in Bauten und zusätzliche Produktionskapazitäten weiter zurück. Diesen Entwicklungen konnte sich auch unsere stark industriegeprägte Region nicht entziehen. Im Oberbergischen Kreis zeigte sich dabei ein differenziertes Bild. Der Branchenmix aus industrieller Produktion, insbesondere in den Bereichen Automotive, Metallverarbeitung und Medizintechnik, sowie einer wachsenden Dienstleistungsstruktur erwies sich grundsätzlich als tragfähig, konnte die konjunkturellen Belastungen jedoch nur teilweise abfedern. Auch der Arbeitsmarkt zeigte ein widersprüchliches Bild. Die Arbeitslosenquote stieg mit einem Zuwachs von rund 161.000 Arbeitssuchenden auf 6,3 Prozent im Jahresdurchschnitt, während die Zahl der Beschäftigten mit rund 46 Millionen Menschen 3
nahezu auf dem Rekordniveau des Vorjahres verharrte. Dahinter standen deutliche sektorale Verschiebungen. Im produzierenden Gewerbe und in der Baubranche wurde die Beschäftigung spürbar abgebaut, während der öffentliche Dienst sowie die Bereiche Erziehung und Gesundheit Zuwächse verzeichneten. Mit Blick auf nicht beliebig austauschbare Kompetenzen verschärfte sich die Fachkräfteproblematik zusätzlich. In der Gesamtbetrachtung blieben die Schwächen der deutschen Wirtschaft weiterhin offenkundig. Sie verdeutlichten abermals den dringenden strukturellen Handlungsbedarf. Geld- und Kapitalmarkt zwischen Entspannung und Volatilität Der Geld- und Kapitalmarkt blieb 2025 weiterhin in Bewegung, wenn auch mit einer anderen Grundtendenz als in den Jahren zuvor. Vor dem Hintergrund rückläufiger Inflationsraten senkte die Europäische Zentralbank die Leitzinsen im ersten Halbjahr in weiteren vier Schritten auf 2,0 Prozent zum Jahresende. Damit setzte sich die geldpolitische Entspannung fort. Für Sparer, Anleger und Kreditnehmer veränderten sich die Rahmenbedingungen erneut spürbar. Die Zinssätze für längerfristige Laufzeiten blieben im Jahresverlauf innerhalb einer Schwankungsbreite von rund 0,5 Prozent volatil und erreichten zum Jahresende neue Höchststände. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg dabei auf 2,9 Prozent, nach 2,4 Prozent zu Jahresbeginn, und spiegelte unter anderem veränderte Inflations- und Zinserwartungen sowie fiskalpolitische Impulse wider. Bemerkenswert zeigte sich zugleich die Entwicklung an den Aktienmärkten. Trotz großer geopolitischer Spannungen legte der DAX im Jahresverlauf um 23 Prozent zu und erreichte mit 24.490 Punkten das beste Börsenjahr seit 2019. Sicher auch ein Ergebnis der Zusammensetzung der DAX-Werte und ebenso Ausdruck einer positiven Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in einem unbenommen krisenhaften Umfeld mit realwirtschaftlich noch schwachen Impulsen. Ein belastbares Geschäftsmodell im unruhigen Umfeld Gerade in diesem beschriebenen Rahmen haben sich unsere über Jahrzehnte gewachsene dezentrale Ausrichtung, die Nähe zu den Menschen in unserer Region, moderne Standorte sowie engagierte, gut ausgebildete Mitarbeitende erneut als tragende Faktoren unseres Geschäftsmodells erwiesen. Mit dem klaren Fokus auf die vielfältigen Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden haben wir daher erneut sowohl in unsere Präsenz vor Ort als auch in innovative Anwendungen des mobilen Bankings investiert. Unverändert komfortable Öffnungszeiten unserer Geschäftsstellen sowie die persönliche Erreichbarkeit unserer Mitarbeitenden, vor Ort, telefonisch oder per E-Mail, bieten unseren Kundinnen und Kunden einen spürbaren Mehrwert und bleiben mit vielfältigen Kommunikations- und Vertriebswegen ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil. Qualitatives Wachstum im Kundengeschäft Die positive Entwicklung des Kundengeschäfts im Jahr 2025 bestätigte erneut unsere geschäftspolitische Ausrichtung. Das betreute Kundenvolumen der Bank stieg im Berichtsjahr um 385 Millionen Euro oder 4,5 Prozent auf insgesamt 8,9 Milliarden Euro. Auch die Bilanzsumme erhöhte sich, in Anlehnung an die Dotierung der bilanziellen Kundenpositionen und trotz des Abbaus von Interbankgeschäften, auf 4,9 Milliarden Euro. Die Zahl der netto neu gewonnenen Vollbankverbindungen erreichte mit einem erneut kräftigen Anstieg von 3,0 Prozent einen Höchststand. Die wiederholt namhaften Zuwächse unterstreichen die Attraktivität unseres Geschäftsmodells und verdeutlichen abermals die Relevanz unserer Bank für die Menschen in der Region. Ebenso erhöhte sich die Zahl der Mitglieder beziehungsweise Miteigentümer um knapp 400 oder 0,8 Prozent auf 45.379. Ein 4
Zeichen dafür, dass das genossenschaftliche Modell fortdauernd Zustimmung erfährt. Kreditgeschäft mit solider Dynamik In einem weiterhin wettbewerbsintensiven Umfeld und bei gedämpfter Investitionsfreude sowie fehlenden wirtschaftlichen Impulsen konnten wir im Kundenkreditgeschäft unsere Planwerte dennoch mit Zuwächsen von 147 Millionen Euro oder 3,8 Prozent nahezu erreichen. Der Großteil der bereitgestellten Mittel floss, wie in den Vorjahren, in den Immobiliensektor beziehungsweise in die wohnwirtschaftliche Verwendung. Zum Jahresende betrug das betreute Kundenkreditvolumen der Bank 4,3 Milliarden Euro. Ein gut funktionierender Wohnungsmarkt in unserem Geschäftsgebiet sowie die erfolgreiche Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Immobilienvermittlung waren in diesem Kontext positive Treiber. Zugleich ergab sich auch im regionalen Immobilienmarkt ein gemischtes Bild. Während die Zahl der beurkundeten Verträge im ersten Halbjahr 2025 um fünf Prozent zunahm und der Geldumsatz deutlich anstieg, entwickelten sich die Preise differenziert. Baugrundstücke blieben weitgehend stabil, während Ein- und Zweifamilienhäuser im Durchschnitt um fünf Prozent nachgaben und Eigentumswohnungen Preiszuwächse von bis zu 18 Prozent verzeichneten. Vertrauen im Einlagen- und Anlagegeschäft Auch auf der Refinanzierungs- beziehungsweise Einlagenseite verlief die Entwicklung erfreulich. Nach dem Rekordzufluss von Kundengeldern im Jahr 2024 beliefen sich die Zuwächse im Berichtsjahr auf immer noch 240 Millionen Euro oder 5,5 Prozent. Der Gesamtbestand der betreuten Kundeneinlagen lag zum Jahresende damit bei 4,6 Milliarden Euro. Zugleich blieb das Dienstleistungsgeschäft eine wichtige und stabile Ergebnissäule. Der seit über zwei Jahrzehnten anhaltende Zulauf neuer Kundinnen und Kunden hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Erträge aus dem Zahlungsverkehr stetig steigen und im Berichtsjahr auf über 34 Millionen durchgeführten Transaktionen für unsere Kundinnen und Kunden basierten. Auch im Wertpapiergeschäft konnten wir unsere Zielsetzungen deutlich übertreffen, ebenso in Teilen des Vermittlungsgeschäfts. Unser Vorstand (v. l.): Andreas Neumann, Ingo Stockhausen, Jörn Richling ľ 5
Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Oberberg werden der Vertreterversammlung am 8. Juni 2026 vorschlagen, den Mitgliedern erneut eine Dividende von drei Prozent auf deren Geschäftsguthaben zu zahlen. Damit lassen wir unsere Mitglieder auch im Geschäftsjahr 2025 unmittelbar am wirtschaftlichen Erfolg der Bank teilhaben. Regional verwurzelt und engagiert Auch im Berichtsjahr haben wir den Dialog mit den Menschen in unserer Region aktiv gestaltet und Verantwortung sichtbar wahrgenommen. Dazu gehörten unter anderem unsere Mitgliederabende in Gummersbach, Wiehl und Hückeswagen, bei denen wir insgesamt mehr als 1.000 Mitglieder begrüßen konnten. Mit der im vergangenen Sommer gestarteten Reihe #MeinMitgliederevent haben wir unsere Formate für Mitglieder und Kunden gezielt erweitert. Unter den Leitgedanken „Meine Bank“ und „Meine Veranstaltungen“ schaffen wir zusätzliche Anlässe für Begegnung, Austausch und gemeinsames Erleben. Den Auftakt bildete die Oma-Opa-Enkelwanderung in Radevormwald. Seither umfasst die Reihe eine große thematische Bandbreite – von geführten Wanderungen und Radtouren bis hin zu kulinarischen Angeboten wie einem Barista-Kurs. Damit bringen wir Menschen zusammen und machen unsere Region auf unterschiedliche Weise erlebbar. Darüber hinaus haben wir Akzente gesetzt, die Gemeinschaft stiften. Beim Meerhardt-Extreme- Crosslauf in Dieringhausen sowie beim VolksbankOberberg-Kids-„run and fun“-Tag des TSV Dieringhausen engagierten sich zahlreiche Teilnehmende sowie junge Sportlerinnen und Sportler. Ebenso zeigte der Volksbank-Oberberg-Kreispokal der Frauen erneut, wie lebendig und engagiert der Frauenhandball in unserer Region ist. Ertragskraft behauptet, Substanz weiter gestärkt Die Entwicklung der Ertrags- und Aufwandspositionen war auch im Berichtsjahr 2025 von volatilen Verhältnissen am Geld- und Kapitalmarkt sowie deutlichen Kostensteigerungen durch umfangreiche Tarifanpassungen bei Löhnen und Gehältern wie auch steigenden Sachaufwendungen, unter anderem für IT-Investitionen und Regulatorik, geprägt. Für Banken blieben die Rahmenbedingungen somit ausgesprochen anspruchsvoll. Bei einer weiterhin anziehenden Risikolage im Kundenkreditgeschäft wird der Jahresüberschuss mit 11,0 Millionen Euro um rund 0,2 Millionen Euro über dem des Vorjahres liegen und damit erneut zur spürbaren Dotierung der versteuerten Eigenmittel der Bank beitragen. Die Cost-Income-Ratio liegt mit 55,8 weiter auf einem günstigen Niveau. Eigenmittel als Grundlage zukünftiger Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre hat es uns ermöglicht, unsere Eigenkapitalbasis kontinuierlich zu stärken und die Risikotragfähigkeit der Bank gezielt auszubauen. Damit schaffen wir nicht nur die Voraussetzung, regulatorische Anforderungen dauerhaft erfüllen zu können, sondern sichern uns zugleich den notwendigen Handlungsspielraum für die Fortsetzung unserer geschäftspolitischen Ausrichtung. Gerade unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen zeigt sich die Bedeutung dieser Substanz. Eine solide Eigenmittelausstattung ist weit mehr als eine aufsichtsrechtliche Kennzahl. Sie steht für Stabilität, unternehmerische Unabhängigkeit und die Fähigkeit, auch in volatilen Phasen maßvoll zu agieren. Für unsere Kundinnen und Kunden ist sie ein zentrales Signal für die Verlässlichkeit unseres Hauses. Für uns ist sie die Grundlage, um Wachstum verantwortungsvoll zu gestalten und insbesondere im Kundenkreditgeschäft auch künftig handlungsfähig zu bleiben. 6
01 01 400 Gäste kamen zum Mitgliederabend in die Halle 32 nach Gummersbach. 02 Die Oma-OpaEnkelwanderung in Radevormwald bildete den Auftakt unserer neu eingeführten Reihe #MeinMitgliederevent. 03 Die Handballerinnen des HC Gelpe/ Strombach gewannen erneut den VolksbankOberberg-Kreispokal. 02 03 7
Regionalität zeigt sich für uns nicht nur in Veranstaltungen, sondern ebenso in der Entwicklung unserer Standorte. Im Berichtsjahr konnten wir mehrere besondere Jubiläen feiern: 100 Jahre genossenschaftliche Tradition in Radevormwald, 50 Jahre Geschäftsstelle Hermesdorf sowie zehn Jahre Präsenz im Forum Gummersbach. Gleichzeitig haben wir unsere Infrastruktur weiterentwickelt, beispielhaft durch die Modernisierung der Geschäftsstelle Drabenderhöhe. Zur strategischen Bedeutung unserer dezentralen Präsenz und zur Entwicklung unserer Standorte findet sich im weiteren Verlauf dieses Geschäftsberichts ein ausführlicher Beitrag. Hinzu kommen Formate und Maßnahmen, die Nähe im Alltag schaffen. Das zeigte sich unter anderem 04 Ein Jahrhundert Nähe und Vertrauen in Radevormwald. 05 50 Jahre Erfolgsgeschichte in Hermesdorf. 06 Vorstandsvorsitzender Ingo Stockhausen (links) und Geschäftsstellenleiter Stefan Rappenhöner bei der Wiedereröffnung der modernisierten Geschäftsstelle in Drabenderhöhe. 07 Die Hauptstelle der Volksbank Oberberg in Wiehl ist seit Sommer 2025 offizielle Refill-Station. 04 05 07 06 8
In stillem Gedenken Im Jahr 2025 haben wir Abschied von zwei Persönlichkeiten nehmen müssen, die die Entwicklung unserer Bank über viele Dekaden hinweg maßgeblich geprägt haben. Hans Dieter Döhl Mit Hans Dieter Döhl verlieren wir einen Vorstand, der die Bank in einer Zeit grundlegender Veränderungen verantwortungsvoll mitgestaltet hat. Seit seinem Eintritt in den Vorstand der damaligen Raiffeisenbank Bielstein im Jahr 1984 begleitete er über viele Jahre hinweg wichtige strukturelle Entwicklungen und Zusammenschlüsse. Sein Wirken war geprägt von fachlicher Klarheit, Verlässlichkeit und einem zugewandten Umgang mit Menschen. Günter Kalkuhl Auch Günter Kalkuhl hat die Geschichte unserer Bank über Jahrzehnte hinweg maßgeblich gestaltet. Nach seiner Ausbildung im Jahr 1956 übernahm er früh Verantwortung und wurde 1976 in den Vorstand der damaligen Raiffeisenbank Derschlag berufen. In mehr als zwei Jahrzehnten Vorstandstätigkeit gestaltete er die Entwicklung des Hauses aktiv mit und ebnete so den Weg zur heutigen Volksbank Oberberg. Er stand für Kontinuität, Verantwortungsbewusstsein und eine enge Verbundenheit mit Mitarbeitenden, Mitgliedern und Kunden. Wir erinnern uns an beide ehemalige Vorstandskollegen mit Respekt und Dankbarkeit. Ihr Wirken bleibt Teil unserer gemeinsamen Geschichte. beim gemeinsamen Infoabend „Hurra, wir bekommen ein Baby!“ mit dem Klinikum Oberberg. Mehr als 60 werdende Eltern nutzten das Angebot im Forum Gummersbach oder in der Niederlassung Waldbröl, um Fragen zu Elterngeld, Kindergeld und finanzieller Planung zu diskutieren. Ebenso zählen die öffentlichen Refill Stationen in der Hauptstelle Wiehl und an weiteren Standorten sowie die Öffnung der Geschäftsstelle Drabenderhöhe für eine Atemschutzübung der Freiwilligen Feuerwehr zu den praktischen, oft unspektakulären, aber wirkungsvollen Beispielen gelebter regionaler Verantwortung. Wirtschaftsfaktor und gesellschaftlicher Mitgestalter Als regionaler Wirtschaftsmotor trugen wir im Berichtsjahr mit Gehältern, Dividenden und Steuerzahlungen von rund 48 Millionen Euro zur wirtschaftlichen Wertschöpfung in unserer Region bei. Damit bleibt die Volksbank Oberberg nicht nur Finanzdienstleister, sondern auch ein relevanter ökonomischer Faktor vor Ort. Hinzu kommt unser gesellschaftliches Engagement. Mit insgesamt 500.000 Euro haben wir Vereine und Institutionen unterstützt. Auch unser Crowdfunding Portal „Viele schaffen mehr“ blieb ein eindrucksvolles Beispiel gelebter Genossenschaft. Seit dem Start konnten 135 Projekte ermöglicht werden, mit rund 19.000 Unterstützern, einem Gesamtvolumen von 810.000 Euro und einer Co Finanzierung der Bank in Höhe von 185.000 Euro. Unser Team als Fundament des Erfolgs Unser Team ist und bleibt das Herzstück der Volksbank Oberberg. 444 Mitarbeitende und 45 Auszubildende bilden das Fundament unseres Erfolgs. Wir durften auch im Berichtsjahr erneut eine große Zahl von Mitarbeiterjubiläen feiern. 32 Kolleginnen und Kollegen wurden für insgesamt 720 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt, darunter mehrere 40 jährige Jubiläen und das außergewöhnliche 50 jährige Dienstjubiläum von Christoph Bender. Nur zwei Monate nach diesem besonderen Jubiläum verstarb er. Über ein halbes Jahrhundert hinweg war sein beruflicher Weg eng mit unserer Bank verbunden. Seine Loyalität, seine Verlässlichkeit und seine tiefe Verbundenheit mit der Volksbank Oberberg bleiben uns in besonderer Erinnerung. 9
Berichtsjahr knapp 300 Schulungen mit über 3.000 Teilnahmen von Mitarbeitenden durchgeführt. Das unterstreicht den hohen Stellenwert der Weiterbildung in unserer Bank. Die Volksbank Oberberg Akademie ist deshalb nicht nur ein Ort der Qualifizierung, sondern Ausdruck unseres Anspruchs, Kompetenz im Haus kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig erweitern wir das Angebot für unsere Kunden und Netzwerkpartner um Business Coaching sowie fundierte Persönlichkeitsanalysen. Im Jahr 2026 wird zusätzlich die Finanzbildung stärker in den Fokus rücken. Neben Angeboten wie FinanceFit für Auszubildende unserer Firmen- und Gewerbekunden sowie unserem KURS-Bildungsangebot für Partnerschulen sind zusätzliche Ferien-Workshops für Schülerinnen und Schüler sowie für Eltern geplant, um finanzielle Kompetenzen praxisnah zu stärken. Zum Rückblick auf das Geschäftsjahr 2025 gehört auch die Sicht auf die personellen Weichenstellungen für die Zukunft. Im Berichtsjahr haben wir die Nachfolge an der Spitze der Bank klar geregelt. Mit dem Ausscheiden des Vorstandsvorsitzenden Ingo Stockhausen zum 30. Juni 2026 wird Andreas Neumann zum 1. Juli 2026 den Vorstandsvorsitz übernehmen, Jörn Richling wird stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Vervollständigt wird das Gremium durch das ebenfalls zum 1. Juli 2026 neu bestellte Vorstandsmitglied Marc Gottschlich. Ausblick 2026: Stabilität bewahren, Chancen nutzen Auch das Jahr 2026 wird wirtschaftlich und politisch anspruchsvoll bleiben. Die Entwicklungen im Nahen Osten stehen exemplarisch für die angespannte geopolitische Lage und verdeutlichen, wie schnell Energiepreise, Lieferketten und Investitionsentscheidungen unter Druck geraten können. Für eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Deutschland bleiben solche externen Risiken von erheblicher Bedeutung. Nachwuchs fördern, Verantwortung früh übertragen Bildung und Nachwuchs bleiben für uns ein zentrales Zukunftsfeld. Besonders sichtbar wurde dies im Bereich der Berufsausbildung. Der Ausbildungsjahrgang 2022 hat Anfang des Jahres die Abschlussprüfungen erfolgreich abgeschlossen, drei Nachwuchskräfte sogar mit der Bestnote „sehr gut“. Elf Absolventinnen und Absolventen sind anschließend als Kundenberaterinnen und Kundenberater in unseren Geschäftsstellen von Bergisch Born bis Morsbach gestartet. Damit stärken wir das, was unsere genossenschaftliche Idee im Alltag ausmacht und die Attraktivität unserer Standorte auch für junge Menschen unterstreicht. Dass auch die junge Generation bei uns früh Verantwortung übernehmen kann, zeigte sich in der Praxis. Kurz nach dem Abschluss ihrer Ausbildung haben mit Tom Schwanbeck und Niklas Witthaut zwei Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen die verantwortungsvolle Aufgabe der Geschäftsstellenleitung in Brüchermühle und Oberwiehl übernommen. Zur Nachwuchsförderung gehört für uns jedoch mehr als Bankausbildung. Wir investieren in Formate, die wirtschaftliche und finanzielle Bildung konkret erlebbar machen, etwa über die Zusammenarbeit mit unseren vier Schülergenossenschaften und Praxis-Workshops. Gleichzeitig unterstützen wir Leistung und Neugier in der Breite, zum Beispiel bei der Mathematik-Olympiade im Oberbergischen Kreis. Auch der frühe Kontakt junger Menschen zur Bank ist Teil dieses Anspruchs. Im Berichtsjahr konnten wir 80 Praktikantinnen und Praktikanten für insgesamt über 150 Wochen im Haus begrüßen. Damit eröffnen wir Schülerinnen und Schülern frühzeitig berufliche Perspektiven und schaffen Orientierung. Weiterbildung als strategische Zukunftsaufgabe Ein wesentlicher Baustein unserer Zukunftsfähigkeit bleibt die systematische Weiterbildung. Im Rahmen der internen Personalentwicklung haben wir im 10
08 Erfolgreich ausgebildet und übernommen: Elf Bankkaufleute verstärken seit Januar 2025 die Volksbank Oberberg. 09 Mit Workshops und praxisnahen Formaten in der Volksbank Oberberg Akademie werden Schülerinnen und Schüler unterstützt. 10 Die 14 neuen Auszubildenden der Volksbank Oberberg zusammen mit Ausbildungsleiterin Sarina Scherbaum (li). 09 10 08 Die konjunkturellen Perspektiven haben sich im bisherigen Jahresverlauf zwar leicht aufgehellt, die Prognosen für das weltwirtschaftliche Wachstum und auch für Deutschland wurden jedoch zuletzt mit Blick auf den noch ungelösten Nahost-Konflikt spürbar zurückgenommen. Staatliche Investitionen und eine etwas stärkere binnenwirtschaftliche Dynamik könnten den negativen Trend sicher in Teilen kompensieren, wobei auch hier nach den ersten vier Monaten des Jahres noch keine signifikanten Impulse erkennbar sind. Hinzu kommen politische Auseinandersetzungen über die künftige Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme. Diskussionen über deren Finanzierung, auch unter Einbindung zusätzlicher steuerlicher Belastungen, sowie Anpassungen bestehender Regelungen erschweren die Planung für Unternehmen und private Haushalte. Wie auch in den Vorjahren zeigt sich, dass die wirtschaftliche Lage in unserer Region weiterhin von Unsicherheiten geprägt ist. 11
Inwieweit die Notenbanken, und hier im Besonderen die EZB, angesichts der bereits kräftig gestiegenen Inflationsraten die Geldpolitik straffen werden, bleibt abzuwarten. Für das laufende Jahr rechnen wir mit einer moderaten Leitzinserhöhung der Zentralbank um 0,25 Prozent. Die Finanzbranche wird sich auch 2026 einem intensiven Wettbewerb stellen müssen. Regulierung und Digitalisierung erhöhen den Aufwand, zugleich bleiben die Entwicklung der Risiken und Kosten im Blick. Wir werden an unserer konsequent dezentralen Ausrichtung festhalten, unsere qualitative Wachstumsstrategie in der Region fortsetzen und mit einer robusten Eigenkapitalbasis sowie einer engagierten Mannschaft den Ausbau unserer Marktposition weiter vorantreiben. Die Ertragslage der Bank sollte sich dabei auf dem soliden Niveau der Vorjahre bewegen und die weitere Stärkung der inneren Substanz ermöglichen. Laut Konjunkturbericht der IHK Köln bewerteten zu Jahresbeginn 2026 nur 16 Prozent der Unternehmen die Lage im Oberbergischen Kreis als gut, während 42 Prozent von einer schlechten Geschäftslage ausgingen. Auch der GfK Konsumklimaindex fiel im April 2026 auf den niedrigsten Stand der vergangenen beiden Jahre. Vor allem die Einkommenserwartung der Befragten trübte sich spürbar ein. Anstehende Prognosen werden angesichts der wirtschaftlich belastenden geopolitischen Situation voraussichtlich wenig Rückenwind erfahren. Positive und für uns als Baufinanzierer in der Region relevante Entwicklungen zeichnen sich weiterhin auf dem Immobilienmarkt in Oberberg ab. Anziehende Objekt und Mietpreise unterstreichen die Attraktivität unserer Heimat und bestätigen die Tragfähigkeit bereits getroffener Investitionsentscheidungen. Der Arbeitsmarkt dürfte grundsätzlich robust bleiben, auch wenn der Sucharbeitsmarkt anspruchsvoller wird und der demografisch bedingte Fachkräftemangel eine strukturelle Herausforderung bleibt. An den Geld und Kapitalmärkten haben die genannten geopolitischen Entwicklungen mit den Befürchtungen einer zurückkehrenden Inflation und schlechteren wirtschaftlichen Perspektiven kräftige Ausschläge bewirkt. Deutliche Kursrückgänge an den Aktienmärkten sowie steigende Renditen beschreiben aktuell die pessimistische Erwartungshaltung der Marktakteure und stellen Anlage sowie Investitionsentscheidungen erneut auf den Prüfstand. 12
#MeinMitgliederevent Wir erleben mehr.
Was hat Sie als junger Mitarbeiter in die Volksbank gebracht und was hat Sie im Haus gehalten? Mich hat sicher recht früh gereizt, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig nahe am Alltag der Menschen zu bleiben. Genossenschaftliche Banken haben eine besondere Erdung. In der Region mit schnellen Entscheidungen, unmittelbar etwas bewegen zu können und nicht in großen Systemen gefangen zu sein, das war für mich entscheidend. Wenn Sie an den Beginn Ihrer Vorstandstätigkeit denken, was war die größte Herausforderung? Mit 36 Jahren war ich in unserer Bank, in der Region und bundesweit einer der jüngsten Vorstände. Akzeptanz und Vertrauen zu erlangen bei allen Stakeholdern und insbesondere auch im eigenen Hause, das habe ich seinerzeit als durchaus anspruchsvoll empfunden. Zudem veränderten sich der Arbeitsalltag und die Themen grundlegend. Über den Tellerrand zu blicken, ein Gefühl für das zu haben, was übermorgen kommen kann, war ebenfalls herausfordernd. Sie haben das Berti-Vogts-Zitat „Der Star ist die Mannschaft“ geprägt. Was bedeutet das als Führungsprinzip konkret? Die Formulierung soll deutlich zum Ausdruck bringen, dass wir nur als Gemeinschaft, mit Teamgeist und Engagement erfolgreich sein können. Jeder muss in seiner Rolle und Funktion einen Beitrag leisten, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Herr Stockhausen, 45 Jahre im Haus, knapp drei Jahrzehnte im Vorstand, und zwei Dekaden als Vorstandsvorsitzender. Was bleibt, wenn man auf diese Zeit zurückblickt? Ingo Stockhausen: Es bleibt das Gefühl großer Dankbarkeit und der besonderen Ehre, dass ich in meiner Heimat diese berufliche Zeit in einer verantwortungsvollen Rolle verbringen durfte. Ebenso die ausdrückliche Freude darüber, dass wir über Jahrzehnte konsequent unserer Überzeugung gefolgt sind, als regionale Genossenschaftsbank nah bei den Menschen zu sein. Die Eröffnung neuer Geschäftsstellen in den Jahren 2008 bis 2015 und der stetige Ausbau unserer Standorte sind mir in besonderer Erinnerung geblieben. Sie gehen am 30. Juni 2026 endgültig in den Ruhestand. Fühlt sich dieser Schritt eher nach Abschluss an oder nach Übergabe? Es ist sicher beides. Persönlich der Abschluss einer für mich herausragenden Zeit mit wunderbaren Wegbegleitern und zugleich die Übergabe der Verantwortung an meinen Nachfolger Andreas Neumann sowie an die Vorstandskollegen Jörn Richling und Marc Gottschlich. Sie werden die Bank gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in eine gute Zukunft führen. Verlässlichkeit ist kein Werbeslogan, sondern eine innere Haltung Interview mit Ingo Stockhausen 45 Jahre Volksbank Oberberg und Vorgängerinstitute, 28 Jahre im Vorstand, davon 20 Jahre an der Spitze. Ingo Stockhausen verabschiedet sich zum 30. Juni 2026 in den Ruhestand. Im Gespräch erklärt er, was ihn geprägt hat, warum Kundennähe für ihn immer Strategie war und weshalb Übergaben in Banken mehr sind als Personalien. 14 Porträt
Im Frühjahr 2024 ereignete sich der plötzliche Tod Ihres designierten Nachfolgers Frank Dabringhausen. Sie haben damals von einem emotionalen Ausnahmezustand gesprochen. Was hat diese Zeit für Sie und die Bank sichtbar gemacht? Sie hat die Verletzlichkeit eines stabilen Systems sichtbar gemacht. Zugleich wurde deutlich, wie wichtig gerade in schwierigen Zeiten Gemeinschaft, Zusammenhalt und Verlässlichkeit sind. Für eine solche Situation gibt es keinen Plan in der Schublade. Ein pietätvolles Handeln, Ruhe und Besonnenheit sind die gebotenen Tugenden. Auch in dieser wahrhaftigen Ausnahmesituation hat unsere Mannschaft vorbildlich funktioniert. Sie haben nach diesem Einschnitt Ihren Vertrag bis zum 30. Juni 2026 verlängert. Was war der ausschlaggebende Grund? Neben dem eigenen Verantwortungsbewusstsein haben mich die Gespräche mit meinen VorstandsWie erkennt man, ob Kultur in einer Organisation tatsächlich funktioniert? In den Momenten, in denen es schwierig wird. Wenn Konflikte entstehen, wenn Fehler passieren, wenn von außen Druck kommt. Dann zeigt sich, ob man respektvoll und wertschätzend miteinander umgeht, ob man sich gegenseitig trägt und somit handlungsfähig bleibt. Kultur ist nicht das, was man schreibt, sondern das, was man lebt. Sie haben in den vergangenen Jahren Krisen in Serie erlebt. Gab es eine Phase, die Sie besonders geprägt hat? Grundsätzlich hat jede Krise auf die ein oder andere Weise Wirkung hinterlassen. Die Finanzmarktkrise und die sich anschließenden Turbulenzen waren ohne Zweifel die gravierendsten Eindrücke, weil plötzlich fundamentale Fragen im Raum standen. Das Vertrauen in Banken, Staaten und Währungen stand auf dem Prüfstand und ich bin mir auch heute noch bewusst, dass vieles am seidenen Faden hing. Für das Vertrauen und die Loyalität unserer Kundinnen und Kunden in unser Haus bin ich heute noch sehr dankbar. Und dann kam die Corona-Krise. Eine weltweite Ausnahmesituation, die alle Lebensbereiche betroffen hat. In dieser Phase hat sich deutlich gezeigt, wie leistungsfähig und engagiert unsere Mannschaft ist. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit großer Verlässlichkeit dafür gesorgt, dass wir für unsere Kundinnen und Kunden erreichbar geblieben sind, auf allen verfügbaren Wegen. Es wurden Lösungen geschaffen, um unter schwierigen Bedingungen persönlich ansprechbar zu sein und den laufenden Betrieb jederzeit sicherzustellen. Dieses außergewöhnliche Engagement und Verantwortungsbewusstsein haben mich tief beeindruckt. Ingo Stockhausen Vorstandsvorsitzender ľ 15
kollegen und dem Aufsichtsrat bewegt, die Dienstzeit nochmals zu verlängern, damit sorgfältige Weichenstellungen mit der nötigen Ruhe vollzogen werden konnten. Ich habe die Entscheidung der Vertragsverlängerung natürlich mit meiner Familie besprochen und von dort die uneingeschränkte Unterstützung erfahren. Kundennähe ist ein Begriff, den viele Banken verwenden. Bei Ihnen klingt es weniger nach Werbesatz, eher nach Strategie. Woran macht sich Kundennähe in der Praxis fest? Zum einen an der räumlichen Nähe mit kompetenten und engagierten Mitarbeitenden in den Geschäftsstellen vor Ort. Aber auch durch ein aufrichtiges Interesse an den Wünschen und Bedarfen unserer Kundinnen und Kunden. Nah bei den Menschen, an der Realität orientiert und als Finanzdienstleister persönlich ansprechbar, das ist für mich und uns die gelebte Praxis in einer Regionalbank. Viele Institute haben ihr Filialnetz zurückgebaut. Sie betonen eine dezentrale Ausrichtung. Warum? Wir leben und arbeiten in einer kleinstädtischen, ländlichen Region. Wir wissen aus unzähligen Gesprächen um die Erwartungshaltung der Menschen, auch der jungen Leute. Unsere Kundinnen und Kunden wünschen sich vornehmlich den persönlichen Kontakt und eine gute Erreichbarkeit, ergänzt um ein modernes Online-Banking-Angebot. Wir stellen alle Kommunikations- und Vertriebswege zur Verfügung. Der Kunde entscheidet, ob er uns vor Ort, telefonisch, per E-Mail oder digital kontaktiert. In einer Zeit, in der Preise und Produkte quasi austauschbar sind, bleibt unsere Präsenz vor Ort ein elementarer Wettbewerbsvorteil. Digitalisierung ist trotzdem nicht verhandelbar. Wo liegt aus Ihrer Sicht die Balance? Der Begriff Digitalisierung wird vielschichtig verwandt und häufig missverständlich interpretiert. Unser Selbstverständnis zu allen Facetten der Digitalisierung mündet immer in der Fragestellung, inwieweit technische Anwendungen jedweder Form den Menschen, innen und außen, einen Mehrwert bieten. Erkennen wir diesen, stehen wir dem Einsatz positiv gegenüber. Digitalisierung muss immer eine dienende und darf keine disruptive Funktion haben. Wenn Sie auf Ihre Amtszeit schauen, worauf sind Sie im Hinblick auf Mitarbeitende besonders stolz? Besonders stolz bin ich darauf, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer mit großem Engagement, verlässlich und mit hoher Identifikation im Hause und nach draußen gewirkt haben. Ebenso darauf, dass wir vielen jungen Menschen, vielen Auszubildenden eine Perspektive bieten und sie somit auch langfristig für unsere Bank gewinnen konnten. Sie waren zudem in überregionalen Gremien aktiv. Was hat Ihnen dieser Blick über den Tellerrand gebracht? Es hat mir geholfen, auch die übergeordneten Themen frühzeitig erkennen und sie für unser Haus Nutzen stiftend einbinden zu können. Man versteht die Zusammenhänge schneller, steckt tiefer in den strategischen Verbundthemen und kann gezielt in eine gute Vorbereitung investieren. Abseits dessen blicke ich auf viele wertvolle zwischenmenschliche Kontakte, die ich in der regionalen und bundesweiten Verbandsarbeit, meiner Zeit bei der DZ Bank AG und in der Bundesbank knüpfen konnte. Lassen Sie uns über den Übergang sprechen. Die Nachfolge ist geregelt: Andreas Neumann übernimmt zum 1. Juli 2026 den Vorstandsvorsitz, Jörn Richling wird stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Marc Gottschlich kommt als neues Vorstandsmitglied hinzu. Was geben Sie diesem Trio mit? Einen gesunden Respekt vor der Aufgabe, verbunden mit dem nötigen Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten, innere und äußere Erreichbarkeit sowie das Vertrauen in die Mannschaft. Eine gute Strategie ist wichtig, aber sie wirkt nur, wenn sie im Alltag von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen und mit Überzeugung umgesetzt wird. Zusammenhalt bleibt essenziell, nur so hat die Bank auch in der Vergangenheit die schwierigsten Situationen meistern können. 16
Was soll aus Ihrer Zeit bleiben? Und was darf sich verändern? Bleiben können sehr gerne die Grundzüge unserer Kultur und Struktur. Verlässlichkeit, ein wertschätzender Umgang, das richtige Maß an Fehlertoleranz und die Freude an der Rolle eines regionalen Finanzdienstleisters. Das Ganze in einer modernen Struktur und Kombination von Dezentralität mit kompetenten Menschen vor Ort, ergänzt um zeitgemäße digitale Angebote. Was die Bank verändern beziehungsweise weiterentwickeln muss, wird die Zeit und werden auch die exogenen Einflüsse zeigen. Unabhängig davon glaube ich, dass wir jedoch stets an der Geschwindigkeit und Verbindlichkeit in der Umsetzung getroffener Entscheidungen arbeiten können. Zum Schluss: Worauf freuen Sie sich im Ruhestand, ohne Floskel, ohne Pose? Auf mehr Zeit für die Familie und Dinge, die im Berufsleben zu kurz kommen. Und auf eine andere Form von Freiheit, die nicht im Kalender steht. Und was werden Sie vermissen? Die Verantwortung im positiven Sinne. Das Gefühl, gemeinsam etwas für die Menschen in unserer Region gestalten zu können. Und vor allem die vielen zwischenmenschlichen Begegnungen auf allen Ebenen, die zeigen, dass unsere Arbeit auf Beziehungen und Vertrauen basiert. Wenn Sie den Mitarbeitenden einen Satz mitgeben könnten, der länger hält als ein Jahresbericht, welcher wäre das? Vergessen Sie nie unseren Auftrag und denken Sie alles aus der Sicht unserer Kundinnen und Kunden! Wir sind Dienstleister für die Menschen, Unternehmen sowie Institutionen in der Region und kein Selbstzweck. Beruflicher Werdegang 1981: Abitur am Hollenberg-Gymnasium Waldbröl 1981–1984: Ausbildung zum Bankkaufmann, Raiffeisenbank Nümbrecht eG 1994: Berufung zum Prokuristen, Raiffeisenbank Wiehl eG 1995: A bschluss des Führungsseminars der Akademie Deutscher Genossenschaften, Diplom-Bankbetriebswirt 1996: Leiter Firmenkundenbereich, Raiffeisenbank Wiehl eG 01.01.1999: Ernennung zum Vorstandsmitglied, Raiffeisenbank Wiehl eG 01.01.2007: Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden, Volksbank Oberberg eG Ausgewählte Mandate · Beirat, Deutsche Bundesbank, Hauptverwaltung Nordrhein-Westfalen · Verbandsrat, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken · Fachrat Kreditgenossenschaften im Genossenschaftsverband – Genoverband e.V. (Mitglied, zuletzt Vorsitz) · Aufsichtsrat, DZ BANK AG (Mitglied, zuletzt stellvertretender Vorsitz) Zur Person Ingo Stockhausen, geboren 1962 in Waldbröl, verheiratet, drei Kinder 17
Mitarbeitende 2025 489 2020 484 2015 469 Cost Income Ratio 2015: 57,4 2020: 57,0 2025: 55,8 45 60 30 15 0 Bilanzgewinn 12 2015 2020 2025 9 6 3 0 in Millionen Euro 9,3 10,3 11,0 30 30 30 0 10 20 30 Geschäftsstellen 2025 2020 2015 in Milliarden Euro Betreutes Kundenanlagevolumen Betreutes Kundenkreditvolumen Bilanzsumme Betreutes Kundenvolumen 4 7 8 9 3 6 2 5 1 2015 2020 2025 Wichtige Bestandsgrößen zum 31. Dezember 2025 im Fünfjahresvergleich Fünfjahresvergleich 18
19 Immobilienvermittlungsgeschäft Objektverkäufe 73/ +10,6 % Volumen in Mio. € 20,6 / +17,7 % Bilanzsumme in Mrd. € 4,9 / +1,4 % Das Jahr im Überblick Sozialbilanz und regionales Engagement in Mio. € 48,1 / +4,4 % CIR AufwandErtrag Relation 55,8 Kapitalquote Gesamtkapitalquote 16,3 % Zahlungsverkehr – Anzahl der Transaktionen in Mio. Stück 34,0 / +7,4 % Betreutes Kundenvolumen in Mrd. € 8,9 / +4,5 % Mitglieder 45.379 / +378 Das Jahr 2025
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse; dies beinhaltete auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Strategieplanung der Bank, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2025 der Volksbank Oberberg eG Die aus den Reihen des Aufsichtsrats gebildeten Ausschüsse für die Bereiche Kreditgeschäft, Unternehmenssteuerung, Rechnungsprüfung und Vorstandsangelegenheiten behandelten in insgesamt 13 Ausschusssitzungen schwerpunktmäßig die Überlegungen zur strategischen Planung, die Entwicklung im Geschäftsjahr, insbesondere auch die Adressausfall- und Marktpreisrisiken sowie die Nachbesetzung im Vorstandsgremium und die Prüfung des Jahresabschlusses. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden. Der Aufsichtsrat verfügt aufgrund seiner Erkenntnisse und Erfahrungen in seiner Gesamtheit über ausreichende Branchen- und Sachkenntnisse sowie 20 Unser Aufsichtsrat (v. l.): Bernd Osterhammel (Nümbrecht), Thomas Stein (Bergneustadt), Dr. Udo Meyer – Aufsichtsratsvorsitzender (Engelskirchen), Dr. Paul Sebastian Hager (Waldbröl), Susan Lück (Wiehl), Bernhard Josef Hombach – stv. Aufsichtsratsvorsitzender (Reichshof), Katharina Erlenkötter (Radevormwald) und Norbert Schmitt (Nümbrecht) ľ
über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Im Rahmen der Selbstbewertung gemäß § 25d Abs. 11 S. 2 Nr. 3 und 4 KWG hat der Aufsichtsrat diese Anforderungen überprüft. Der Aufsichtsrat ist zudem frei von Interessenskonflikten. Die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 36 Abs. 4 GenG werden somit erfüllt. Der vorliegende Jahresabschluss 2025 mit Lagebericht wird vom Genoverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses – unter Einbeziehung des Gewinnvortrages – entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen der gemeinsamen Prüfungsschlusssitzung (§ 57 Abs. 4 GenG) mit den Prüfungsfeststellungen bezüglich der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems intensiv befasst. Außerdem hat er sich über Besonderheiten und ggfs. aufgetretene Unstimmigkeiten im Rahmen der Jahresabschlussprüfung informiert; solche ergaben sich nicht. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Norbert Schmitt und Dr. Paul Sebastian Hager aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Schmitt ist wegen Erreichens der Altersgrenze nicht wieder wählbar. Die Wiederwahl von Herrn Dr. Hager ist zulässig. Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war in gewohnter Weise von gegenseitigem Vertrauen und gemeinsamer Verantwortung für die Bank geprägt. Der Aufsichtsrat dankt allen Kundinnen und Kunden für das der Bank entgegengebrachte Vertrauen. Er spricht dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für eine erneut ausgesprochen erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Dank und seine Anerkennung aus. Den Vertreterinnen und Vertretern der Mitglieder unserer Bank dankt der Aufsichtsrat für ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Interesse aller Mitglieder. Wiehl, 29. Mai 2026 – Der Aufsichtsrat – Dr. Udo Meyer (Vorsitzender) Dr. Udo Meyer Vorsitzender des Aufsichtsrates ľ 21
Regionale Präsenz als tragende Säule unseres Erfolgs Dezentralität als strategische Grundlage für Nähe, Wachstum und Verantwortung Wie sich diese Haltung im täglichen Handeln konkret auswirkt, wird aus der Perspektive der Verantwortlichen in unseren zehn Niederlassungen deutlich. „Wer über viele Jahre vor Ort arbeitet, erlebt, wie wichtig Kontinuität ist. Beziehungen entstehen nicht kurzfristig, sondern wachsen über lange Zeit“, sagt Dagmar Schneider, stellvertretende Niederlassungsleiterin in Nümbrecht. Und Nikolaus Kraft, Niederlassungsleiter in Morsbach, beschreibt den Anspruch aus der Perspektive des ländlichen Raums: „Gerade in strukturell ländlichen Regionen ist persönliche Erreichbarkeit ein zentraler Faktor. Unsere Kundinnen und Kunden schätzen es sehr, dass wir ihnen in ihrem direkten Umfeld zur Verfügung stehen.“ Gewachsen in der Region, weiterentwickelt aus eigener Kraft Die Wurzeln der Bank reichen bis in das Jahr 1870 zurück. In ihrer heutigen Ausprägung ist die Volksbank Oberberg jedoch vor allem durch die vergangenen drei Jahrzehnte geprägt. Mit der letzten Fusion im Jahr 2004 im Raum Hückeswagen und Radevormwald wurde die strukturelle Neuordnung der Volksbank Oberberg abgeschlossen und die Basis geschaffen, auf der das Haus bis heute erfolgreich weiterentwickelt wird. Während sich das Filialnetz in Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten in etwa halbiert hat, hat die Volksbank Oberberg ihre Präsenz nicht zurückgenommen, sondern ausgebaut. Aus 26 Geschäftsstellen wurden 30. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Mitglieder von gut 20.000 auf mehr als 45.000. Das betreute Kundenvolumen wuchs von gut drei Milliarden Euro auf nahezu neun Milliarden Euro. In unseren Standorten zeigt sich, wie unsere genossenschaftliche Regionalbank in einem sich wandelnden Umfeld arbeitet, Entscheidungen trifft und Verantwortung übernimmt. Persönliche Beratung, direkte Erreichbarkeit und gewachsene Beziehungen prägen den Alltag. Gerade darin liegt der Kern eines Geschäftsmodells, das sich über Jahrzehnte entwickelt hat und bis heute trägt. Nikolaus Kraft – Niederlassungsleiter in Morsbach ľ 22 Dagmar Schneider – stellv. Niederlassungsleiterin in Nümbrecht ľ
Vier neue Standorte als klare Wegmarken Besonders sichtbar wird dieser Weg durch unsere vier Neueröffnungen. Mit Wiedenest (2008), Loope (2010), Niederseßmar (2012) und der Geschäftsstelle im Forum Gummersbach (2015) hat die Volksbank Oberberg ihre Erreichbarkeit in der Fläche gezielt erweitert. Jeder dieser Orte steht für einen eigenen Zusammenhang, gemeinsam zeigen sie, wie konsequent die Bank ihre Nähe zu den Menschen gestärkt hat. Bergneustadt Wiedenest ist heute die östlichste Präsenz im Geschäftsgebiet und ist ein zentraler Anlaufpunkt im Ort geworden. „Unsere Geschäftsstelle ist für viele Kundinnen und Kunden selbstverständlich geworden. Entscheidend ist, dass wir hier vor Ort eigenständig handeln und schnell auf individuelle Anliegen reagieren können“, sagt Beata Przybylek, Geschäftsstellenleiterin in Wiedenest. Der Standort zeigt beispielhaft, wie aus einer Neueröffnung innerhalb weniger Jahre ein fester Teil des örtlichen Lebens werden kann. Loope bildet den westlichsten Punkt unseres Geschäftsstellennetzes. Auch dort ist die Bank nicht nur mit einem Gebäude präsent, sondern mit festen Ansprechpartnern und einem klaren Verständnis für die Besonderheiten des Ortes. „Viele unserer Kundinnen und Kunden kommen ganz bewusst zu uns, weil sie hier feste Ansprechpartner haben. Dieses persönliche Miteinander macht den Unterschied“, sagt Jennifer Wirtz, Geschäftsstellenleiterin in Engelskirchen Loope. Gerade in kleineren Orten wird sichtbar, wie stark der Wunsch nach persönlicher Beratung weiterhin ist. Mit Niederseßmar wurde die Präsenz in Gummersbach erweitert und zugleich ein früherer Standort wieder aufgegriffen. Die Geschäftsstelle verbindet moderne Infrastruktur mit dem Anspruch, Beratung und Service dort anzubieten, wo Menschen kurze Wege und eine direkte Ansprache erwarten. Von Beginn an war die Bank dort eng mit dem lokalen Umfeld verbunden, auch durch die Integration örtlicher Vereine und Initiativen. Eine besondere Funktion nimmt das Forum Gummersbach ein. Seit der Eröffnung im Jahr 2015 steht der Standort mitten im Zentrum der Kreisstadt für eine Form von Bankgeschäft, die sichtbarer, offener und alltagsnäher ist. „Das Forum Gummersbach ist Jennifer Wirtz – Geschäftsstellenleiterin in Loope ľ 23 Beata Przybylek – Geschäftsstellenleiterin in Wiedenest Justin Wagner – Geschäftsstellenleiter in Gummersbach ľ ľ
weit mehr als eine klassische Filiale. Wir sind hier Teil des Stadtlebens und suchen bewusst den Austausch mit den Kundinnen und Kunden“, sagt Justin Wagner, der die Geschäftsstelle leitet. Veranstaltungen, Kooperationen mit dem Klinikum Oberberg und mit Schulen sowie Ausstellungen wie die MiniGesellenstücke des Berufskollegs Dieringhausen verankern sie fest im öffentlichen Leben der Stadt. Investitionen in Präsenz und Bestand Die Weiterentwicklung der Standorte zeigt sich nicht nur im Ausbau des Netzes, sondern ebenso in der Qualität des Bestands. Mehr als 30 Millionen Euro hat die Volksbank Oberberg in den vergangenen Jahren in Neubauten, Erweiterungen und Modernisierungen investiert. Ein Beispiel dafür ist Bergisch Born im Stadtgebiet Remscheid. Der Neubau hat den Standort deutlich gestärkt und zugleich seine Bedeutung im örtlichen Umfeld sichtbar gemacht. „Wir sind hier fest im Ort verankert und gleichzeitig vollständig in unsere Struktur eingebunden – sogar über Kreisgrenzen hinaus“, sagt Oliver Schmitz, Geschäftsstellenleiter in Bergisch Born. Noch klarer wird die Erneuerung im bestehenden Netz am Beispiel Wiehl Drabenderhöhe. Dort wurde die Geschäftsstelle 2025 innerhalb weniger Monate umfassend modernisiert. Energieeffizienz und Klimatisierung wurden verbessert, der SB und Servicebereich neu gegliedert, die Räume auf zeitgemäße Beratung ausgerichtet. Das Ergebnis steht nicht nur für bauliche Erneuerung, sondern für ein klares Bekenntnis zum Stadtteil. „Wir bleiben hier vor Ort, nah bei den Menschen, die uns täglich ihr Vertrauen schenken. Die Modernisierung schafft die Voraussetzungen, um Beratung so anzubieten, wie sie heute erwartet wird“, sagt der Geschäftsstellenleiter in Drabenderhöhe, Stefan Rappenhöner. Dass die Arbeiten in enger Abstimmung mit dem Team und ausschließlich mit regionalen Handwerksbetrieben umgesetzt wurden, passt zu diesem Bild. Standorte als Teil regionaler Identität Wie eng unsere Häuser mit der Region verbunden sind, wird besonders bei Jubiläen deutlich. Sie machen sichtbar, was über Jahre und Jahrzehnte gewachsen ist. In Waldbröl Hermesdorf feierte die Volksbank Oberberg 2025 das 50 jährige Bestehen der Geschäftsstelle. Was 1975 als Ein PersonenFiliale begann, ist heute ein moderner Standort mit sechs Mitarbeitenden. Zweimal wurde umgebaut, 2012 erweitert. Aus einem ursprünglichen Kunden24 Oliver Schmitz – Geschäftsstellenleiter in Bergisch Born ľ Stefan Rappenhöner – Geschäftsstellenleiter in Drabenderhöhe Ramona Lazarek – Geschäftsstellenleiterin in Hermesdorf ľ ľ
RkJQdWJsaXNoZXIy MTQzODA3MQ==