VB-Oberberg-GB2025

nahezu auf dem Rekordniveau des Vorjahres verharrte. Dahinter standen deutliche sektorale Verschiebungen. Im produzierenden Gewerbe und in der Baubranche wurde die Beschäftigung spürbar abgebaut, während der öffentliche Dienst sowie die Bereiche Erziehung und Gesundheit Zuwächse verzeichneten. Mit Blick auf nicht beliebig austauschbare Kompetenzen verschärfte sich die Fachkräfteproblematik zusätzlich. In der Gesamtbetrachtung blieben die Schwächen der deutschen Wirtschaft weiterhin offenkundig. Sie verdeutlichten abermals den dringenden strukturellen Handlungsbedarf. Geld- und Kapitalmarkt zwischen Entspannung und Volatilität Der Geld- und Kapitalmarkt blieb 2025 weiterhin in Bewegung, wenn auch mit einer anderen Grundtendenz als in den Jahren zuvor. Vor dem Hintergrund rückläufiger Inflationsraten senkte die Europäische Zentralbank die Leitzinsen im ersten Halbjahr in weiteren vier Schritten auf 2,0 Prozent zum Jahresende. Damit setzte sich die geldpolitische Entspannung fort. Für Sparer, Anleger und Kreditnehmer veränderten sich die Rahmenbedingungen erneut spürbar. Die Zinssätze für längerfristige Laufzeiten blieben im Jahresverlauf innerhalb einer Schwankungsbreite von rund 0,5 Prozent volatil und erreichten zum Jahresende neue Höchststände. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg dabei auf 2,9 Prozent, nach 2,4 Prozent zu Jahresbeginn, und spiegelte unter anderem veränderte Inflations- und Zinserwartungen sowie fiskalpolitische Impulse wider. Bemerkenswert zeigte sich zugleich die Entwicklung an den Aktienmärkten. Trotz großer geopolitischer Spannungen legte der DAX im Jahresverlauf um 23 Prozent zu und erreichte mit 24.490 Punkten das beste Börsenjahr seit 2019. Sicher auch ein Ergebnis der Zusammensetzung der DAX-Werte und ebenso Ausdruck einer positiven Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in einem unbenommen krisenhaften Umfeld mit realwirtschaftlich noch schwachen Impulsen. Ein belastbares Geschäftsmodell im unruhigen Umfeld Gerade in diesem beschriebenen Rahmen haben sich unsere über Jahrzehnte gewachsene dezentrale Ausrichtung, die Nähe zu den Menschen in unserer Region, moderne Standorte sowie engagierte, gut ausgebildete Mitarbeitende erneut als tragende Faktoren unseres Geschäftsmodells erwiesen. Mit dem klaren Fokus auf die vielfältigen Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden haben wir daher erneut sowohl in unsere Präsenz vor Ort als auch in innovative Anwendungen des mobilen Bankings investiert. Unverändert komfortable Öffnungszeiten unserer Geschäftsstellen sowie die persönliche Erreichbarkeit unserer Mitarbeitenden, vor Ort, telefonisch oder per E-Mail, bieten unseren Kundinnen und Kunden einen spürbaren Mehrwert und bleiben mit vielfältigen Kommunikations- und Vertriebswegen ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil. Qualitatives Wachstum im Kundengeschäft Die positive Entwicklung des Kundengeschäfts im Jahr 2025 bestätigte erneut unsere geschäftspolitische Ausrichtung. Das betreute Kundenvolumen der Bank stieg im Berichtsjahr um 385 Millionen Euro oder 4,5 Prozent auf insgesamt 8,9 Milliarden Euro. Auch die Bilanzsumme erhöhte sich, in Anlehnung an die Dotierung der bilanziellen Kundenpositionen und trotz des Abbaus von Interbankgeschäften, auf 4,9 Milliarden Euro. Die Zahl der netto neu gewonnenen Vollbankverbindungen erreichte mit einem erneut kräftigen Anstieg von 3,0 Prozent einen Höchststand. Die wiederholt namhaften Zuwächse unterstreichen die Attraktivität unseres Geschäftsmodells und verdeutlichen abermals die Relevanz unserer Bank für die Menschen in der Region. Ebenso erhöhte sich die Zahl der Mitglieder beziehungsweise Miteigentümer um knapp 400 oder 0,8 Prozent auf 45.379. Ein 4

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