Sehr geehrte Geschäftsfreunde, Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 2025 das Jahr 2025 stand erneut unter anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen sowie innen- und außenpolitischen Rahmenbedingungen. Wir konnten dennoch unsere Marktposition weiter ausbauen, die Ertragslage auf gutem Niveau halten, die Eigenkapitalbasis und die innere Substanz der Bank nochmals stärken und zugleich wichtige personelle Weichenstellungen für die Zukunft vornehmen. Gerade in Phasen anhaltender Unsicherheit zeigte sich die Tragfähigkeit eines Geschäftsmodells, das auf Dezentralität und Kundennähe sowie auf Kontinuität, Vertrauen und Verlässlichkeit setzt. Vorsichtige konjunkturelle Stabilisierung bei anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen Wirtschaftlich betrachtet war 2025 kein Jahr des wirklichen Aufschwungs. Nach zwei Rezessionsjahren stellte sich in Deutschland zwar erstmals wieder ein leicht positives Wachstum ein, wobei das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um lediglich 0,2 Prozent stieg und sich die Wirtschaftsleistung damit nur etwa auf dem Niveau des Jahres 2019 bewegte. Im Vorjahr war die Wirtschaftsleistung noch um 0,5 Prozent zurückgegangen. Die Rahmenbedingungen unseres Wirtschaftens blieben schwierig. Die geopolitische Lage verschärfte sich eher, als dass sie sich entspannte. Innenpolitische und gesellschaftliche Spannungen, Protektionismus, Handelsbeschränkungen und Zölle belasteten den globalen Handel. Zugleich blieb der schon häufig angekündigte und für die künftige Entwicklung essenzielle Bürokratieabbau weiterhin aus. Positive Wachstumsimpulse kamen vor allem aus der Binnennachfrage. Private Haushalte konsumierten wieder stärker, auch weil Löhne stiegen und sich zugleich mehr Preisstabilität einstellte. Die Inflationsrate konsolidierte sich im Jahresdurchschnitt auf einem moderaten Niveau von 2,2 Prozent. Während insbesondere Dienstleistungen weiterhin überdurchschnittliche Preissteigerungen verzeichneten, wirkten rückläufige Energiepreise dämpfend. An den grundlegenden strukturellen Herausforderungen der deutschen Wirtschaft änderte dies jedoch nichts. Die Exporte, insbesondere in die USA, gingen erneut zurück. Zudem belastete ein stärkerer Euro den internationalen Wettbewerb. Unternehmen hielten sich in diesem Umfeld mit Investitionen in Bauten und zusätzliche Produktionskapazitäten weiter zurück. Diesen Entwicklungen konnte sich auch unsere stark industriegeprägte Region nicht entziehen. Im Oberbergischen Kreis zeigte sich dabei ein differenziertes Bild. Der Branchenmix aus industrieller Produktion, insbesondere in den Bereichen Automotive, Metallverarbeitung und Medizintechnik, sowie einer wachsenden Dienstleistungsstruktur erwies sich grundsätzlich als tragfähig, konnte die konjunkturellen Belastungen jedoch nur teilweise abfedern. Auch der Arbeitsmarkt zeigte ein widersprüchliches Bild. Die Arbeitslosenquote stieg mit einem Zuwachs von rund 161.000 Arbeitssuchenden auf 6,3 Prozent im Jahresdurchschnitt, während die Zahl der Beschäftigten mit rund 46 Millionen Menschen 3
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