Wie die VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau eG Zukunft gestaltet. Nachhaltigkeit im Fokus Wie können wir noch nachhaltiger werden? Diese Frage steht seit sechs Jahren, seit der freiwilligen Zertifizierung der VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau im November 2018, immer im Fokus, wenn die Mitarbeiter, die dem Nachhaltigkeitsrat angehören, zusammensitzen und auf die Geschäftsbereiche und -prozesse der Bank blicken. Das Redaktionsteam „meine Bank“ hat bei Lara Lind, der Nachhaltigkeitskoordinatorin, nachgefragt, was genau ihre Aufgaben sind, warum sie sich für das Thema Nachhaltigkeit einsetzt und was ihr für die Zukunft wichtig ist. vrbank-sww.de/nachhaltigkeit Lara, als Nachhaltigkeitskoordinatorin spielst du eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung nachhaltiger Initiativen. Was sind deine Aufgaben? Lara Lind: Als Nachhaltigkeitskoordinatorin habe ich die Aufgabe, die strategische Ausrichtung der Bank im Hinblick auf Nachhaltigkeit zu steuern und weiterzuentwickeln. Das bedeutet, ich überwache unsere gesetzten Ziele in den Bereichen Umweltschutz, soziale Verantwortung und nachhaltiges Wirtschaften und setze zusammen mit dem Nachhaltigkeitsrat, dessen Sitzungen ich einberufe, entsprechende Maßnahmen um. Ein wichtiger Teil unserer Arbeit besteht auch darin, alle Abteilungen zu sensibilisieren und sie bei der Umsetzung nachhaltiger Projekte zu unterstützen. Darüber hinaus sind wir für die Entwicklung neuer Ziele und Maßnahmen verantwortlich. Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit noch intensiver in allen Bereichen der Bank zu integrieren und so langfristig unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Warum setzt du dich so stark für das Thema Nachhaltigkeit ein? Nachhaltigkeit ist für mich persönlich eine Herzensangelegenheit. Wir stehen als Gesellschaft vor enormen ökologischen und sozialen Herausforderungen. Ich bin überzeugt, dass Unternehmen – gerade Banken – eine große Verantwortung tragen, hier positiv Einfluss zu nehmen. Besonders als Genossenschaftsbank ist es unser Auftrag, nicht nur den kurzfristigen Erfolg im Blick zu haben, sondern langfristig einen Mehrwert für unsere Mitglieder, die Region und die Umwelt zu schaffen. Mein Ziel ist es, eine Brücke zwischen der Finanzwelt und der Nachhaltigkeit zu schlagen, um positive Veränderungen zu bewirken. Was hat die Bank in Sachen Nachhaltigkeit schon auf den Weg gebracht? Wir haben seit unserer Zertifizierung im Jahr 2018 bereits einige wichtige Projekte umgesetzt. Zum Beispiel nutzen und produzieren wir in unseren Filialen erneuerbare Energien und konnten durch eigene Photovoltaikanlagen unseren Energieverbrauch deutlich senken. Ebenfalls enorm gesenkt wurde unser Papierverbrauch durch den Einsatz digitaler Tools. Bei unseren Beschaffungen legen wir Wert auf regionale Anbieter. Sehr viel getan hat sich im ökonomischen Bereich: Unsere Berater wurden zu zertifizierten Nachhaltigkeitsberatern weitergebildet, bei Finanzprodukten wenden wir einen Nachhaltigkeitsfilter an, der sicherstellt, dass sowohl eigene als auch Investitionen unserer Kunden in nachhaltige Produkte und Unternehmen investiert werden. Was den sozialen Aspekt angeht, engagieren wir uns stark in der Region – sei es durch unsere Spendenplattform Glücksbringer oder unsere Stiftung. Was ist dir für die Zukunft besonders wichtig? In Zukunft möchten wir unter anderem noch intensiver auf nachhaltige Produkte in unserem Portfolio setzen und gleichzeitig unsere Beratung in diesem Bereich ausbauen. Wir planen auch, den CO2-Ausstoß weiter zu reduzieren. Aber besonders wichtig ist mir, dass wir das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in unserer Unternehmenskultur verankern. Das bedeutet, Nachhaltigkeit in alle Entscheidungsprozesse einzubinden und auch unsere Mitglieder und Kunden stärker dafür zu sensibilisieren. Es geht darum, einen langfristigen, positiven Einfluss auf unsere Region zu haben – und dabei auch wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben. Vielen Dank für das Gespräch, Lara! 18 NACHHALTIG IN DER REGION
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